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Renault – Vom Familienunternehmen zum Global Player

 Renault wurde im Jahr 1898 vom damals erst 22 Jahre alten Louis Renault mit der Entwicklung seines ersten Automobils, der 1,75-PS-starken „Voiturette“, in der elterlichen Heimat Boulogne-Billancourt gegründet. Durch das Patent an dem kettenlosen Antrieb finanzierte sich Renault durch die Lizenzgebühren den Aufstieg seiner Marke. Der Motorsport diente um 1900 als Mittel, um die damals noch junge Marke über die Grenzen Frankreichs weiter bekannt zu machen. Bis 1922 wuchs der einstige „Familienbetrieb“ zum größten privaten Industrieunternehmen Frankreichs heran und wandelte sich im selben Jahr zu einer Aktiengesellschaft um. In Anlehnung an Henri Ford ließ Louis Renault auf Séguin ein großes Produktionswerk mit einem langen Fließband errichten und baute zeitgleich die Modellpalette weiter aus. Bereits 1929 ist der Automobilhersteller mit Vertriebsorganisationen in 49 Ländern vertreten. Selbst nach dem „Schwarzen Freitag“ an der New Yorker Börse am 25. Oktober 1929 leitet Louis Renault sein Unternehmen sicher durch diese bewegten Zeiten. Anfang der 30er Jahre führt Renault seine Strategie fort und verkauft vermehrt elegante Luxuswagen für die Oberschicht, Fahrzeuge für die breite Masse sowie robuste Lkw, Nutzfahrzeuge und Flugzeugmotoren. Vor allem die Taximodelle, wie die Vivaquatre G7-Taxen, trugen durch den Verkauf von 4.500 Fahrzeugen an eine Droschkengesellschaft aus Paris maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Nach dem Tod von Louis Renault Oktober 1944 übernahm der Ingenieur Pierre Lefaucheux die Leitung der Renault Werke. Nach Ende des Krieges wird das Unternehmen verstaatlicht. Produziert werden zwar vornehmlich LKW und Nutzfahrzeuge, dennoch schaffte es Lefaucheux den 4CV soweit zu entwickelt, dass er einen Zuschlag zum Bau und der Serienproduktion erhielt. Der Erfolg des 4CV beflügelt die Marke Anfang der 50er Jahre zum Erwerb neuer Produktionsstätten im In- und Ausland. Die Expansionsgeschichte von Renault im In- und Ausland setzt sich auch unter der Führung von Dreyfus fort, der nach Lefaucheux die Leitung übernahm. Im Frühling 1999 entstand eine Allianz mit dem japanischen Hersteller Nissan. Seitdem gehört Renault-Nissan zu den größten Fahrzeugbauern weltweit. Das Unternehmen beschäftigt etwa 128.000 Mitarbeiter. Von Renault wurden im Jahr 2011 etwa 2,7 Millionen Fahrzeuge hergestellt. In Deutschland gehört das Unternehmen zu den umsatzstärksten ausländischen Automarken mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent bei Pkws und leichten Nutzfahrzeugen. Wer zudem schon einmal in Frankreich war, weiß: Vom französischen Straßenbild ist die Marke nicht wegzudenken. Die bekanntesten Modelle von Renault heutzutage sind der Clio, der Twingo und der Mégane sowie der Espace, Talisman und Captur.

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Renault – Vom Familienunternehmen zum Global Player

 Renault wurde im Jahr 1898 vom damals erst 22 Jahre alten Louis Renault mit der Entwicklung seines ersten Automobils, der 1,75-PS-starken „Voiturette“, in der elterlichen Heimat Boulogne-Billancourt gegründet. Durch das Patent an dem kettenlosen Antrieb finanzierte sich Renault durch die Lizenzgebühren den Aufstieg seiner Marke. Der Motorsport diente um 1900 als Mittel, um die damals noch junge Marke über die Grenzen Frankreichs weiter bekannt zu machen. Bis 1922 wuchs der einstige „Familienbetrieb“ zum größten privaten Industrieunternehmen Frankreichs heran und wandelte sich im selben Jahr zu einer Aktiengesellschaft um. In Anlehnung an Henri Ford ließ Louis Renault auf Séguin ein großes Produktionswerk mit einem langen Fließband errichten und baute zeitgleich die Modellpalette weiter aus. Bereits 1929 ist der Automobilhersteller mit Vertriebsorganisationen in 49 Ländern vertreten. Selbst nach dem „Schwarzen Freitag“ an der New Yorker Börse am 25. Oktober 1929 leitet Louis Renault sein Unternehmen sicher durch diese bewegten Zeiten. Anfang der 30er Jahre führt Renault seine Strategie fort und verkauft vermehrt elegante Luxuswagen für die Oberschicht, Fahrzeuge für die breite Masse sowie robuste Lkw, Nutzfahrzeuge und Flugzeugmotoren. Vor allem die Taximodelle, wie die Vivaquatre G7-Taxen, trugen durch den Verkauf von 4.500 Fahrzeugen an eine Droschkengesellschaft aus Paris maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Nach dem Tod von Louis Renault Oktober 1944 übernahm der Ingenieur Pierre Lefaucheux die Leitung der Renault Werke. Nach Ende des Krieges wird das Unternehmen verstaatlicht. Produziert werden zwar vornehmlich LKW und Nutzfahrzeuge, dennoch schaffte es Lefaucheux den 4CV soweit zu entwickelt, dass er einen Zuschlag zum Bau und der Serienproduktion erhielt. Der Erfolg des 4CV beflügelt die Marke Anfang der 50er Jahre zum Erwerb neuer Produktionsstätten im In- und Ausland. Die Expansionsgeschichte von Renault im In- und Ausland setzt sich auch unter der Führung von Dreyfus fort, der nach Lefaucheux die Leitung übernahm. Im Frühling 1999 entstand eine Allianz mit dem japanischen Hersteller Nissan. Seitdem gehört Renault-Nissan zu den größten Fahrzeugbauern weltweit. Das Unternehmen beschäftigt etwa 128.000 Mitarbeiter. Von Renault wurden im Jahr 2011 etwa 2,7 Millionen Fahrzeuge hergestellt. In Deutschland gehört das Unternehmen zu den umsatzstärksten ausländischen Automarken mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent bei Pkws und leichten Nutzfahrzeugen. Wer zudem schon einmal in Frankreich war, weiß: Vom französischen Straßenbild ist die Marke nicht wegzudenken. Die bekanntesten Modelle von Renault heutzutage sind der Clio, der Twingo und der Mégane sowie der Espace, Talisman und Captur.